28.06.2017

Stellungnahme zur Übergangsfinanzierung beim Zweckverband Grosse Kulturbetriebe des Kantons Luzern

Es ist ein Lichtblick, aber keine Lösung:
 

Mit der Übergangsfinanzierung, mit der Stadt und Kanton Luzern je hälftig die Kürzungen des Sparprogramms KP 17 beim Zweckverband grosse Kulturbetriebe «teilweise abfedern» wollen, erhalten die Institutionen 2018 bis 2020 etwas Luft und eine Planungsperspektive. Es ist ein Bekenntnis zu diesen Kulturbetrieben und dennoch nur ein Pflaster über einer schwärenden Wunde. Die Zukunft des Zweckverbands muss auf der politischen Bühne verhandelt, die Verträge mit den darin zusammengeschlossenen Häusern neu festgelegt und ihre Zukunft verlässlich garantiert werden. Es sind keine Luxusbetriebe, die es zu sichern gilt, es sind Stützen des Luzerner Kulturlebens, die auch für die kleinen Teilhaber, für die alternativen und freien Mitspieler in Stadt und Land, unabdingbar sind – als Gradmesser, als motivierende Vorbilder. Wenn an den Grossen gesägt wird, so trifft es auch die Kleinen, und das Klima verschlechtert sich für alle. Was gewachsen ist und sich bisher entfalten konnte, das soll mutig in die nächsten Generationen hinein bestätigt und angemessen finanziert werden. Was die Kultur zur Ausstrahlung und Attraktivität Luzerns beiträgt, ist über alle Rentabilitätsrechnungen hinaus so wertvoll und wesentlich, dass ihr Abbau oder Verlust weit höhere Kosten – für die Wirtschaft wie für die Gesellschaft – verursachen würde als der klare Wille, sich Kultur in Luzern zu leisten.

 

Urs Bugmann, Präsident IG Kultur Luzern

©IG Kultur Luzern