27.09.2017

Gründung Verein FFK

Private und Firmen springen in die Bresche für den Kanton – löblich, aber gleichzeitig auch gefährlich. So engagiert sich zB. die Concordia. Und der "Verein zur Förderung der freien Kulturszene“ (FFK) wird gegründet. Mit dem Ziel, mindestens die Hälfte der Kürzungen in der Kulturförderung aufzufangen.

Der Verein arbeitet mit der Kantonalen Kulturförderung und der IG Kultur zusammen. Grundsätzlich ist es positiv, wenn Kultur gefördert und unterstützt wird. Es ist allerdings problematisch, wenn Private für eine staatliche Aufgabe in die Bresche springen müssen.

Die Haltung der IG Kultur ist klar:
Wie auch vom Verein angedacht darf so ein Engagement nur kurzfristig sein und den Kantons- und Regierungsrat nicht in ihren Entscheidungen bestärken. Wir unterstützen die Steuerpolitik des Kantons nicht und wehren uns gegen Kürzungen. Kulturschaffende und Kulturinstitutionen sind nicht käuflich, es wird keine Gegengeschäfte geben und wir werden die Tiefsteuerpolitik nicht befürworten.
Die öffentliche Hand ist zuständig für die Kulturförderung und muss ihren gesetzlichen Auftrag wahrnehmen. Unter keinen Umständen darf der Kantonsrat sich jetzt aus der Verantwortung zurücknehmen, er muss zwingend Lösungen erarbeiten.
Der Zeitpunkt der Kommunikation des Vereins ist unglücklich und macht eine Debatte vor dem Budget 18 schwierig. Der Druck bis zu den Wahlen ist somit sehr schwach, das Mobilisierungspotenzial verkleinert.
Wieder möchten wir auch die Einzelpersonen bitten, sich ebenfalls kritisch dazu zu Wort zu äussern und die Debatte in Gang zu halten.

 

Weitere Informationen gibt es hier.

©IG Kultur Luzern