Dem Luzerner Kulturwerkplatz droht eine existentielle Krise

Die durch das neue Coronavirus ausgelöste globale Pandemie stellt die hiesige Kulturszene vor existentielle Fragen, nachdem der Bundesrat Mitte März das Verbot von öffentlichen Veranstaltungen erlassen hat. Subsidiäre kantonale Massnahmen sind nun dringend nötig, um den Kulturwerkplatz in Luzern zu schützen und zu erhalten. Mit unserem Schreiben bitten wir den Regierungsrat, eine Neubeurteilung der derzeit geltenden Massnahmen für die Kulturbranche vorzunehmen und wenn nötig subsidiäre Massnahmen zu ergreifen.

Das Schreiben an den Regierungsrat des Kantons Luzern vom 27.04.2020 hier als PDF.

Um weitere Schäden zu minimieren fordert die IG Kultur Luzern den Regierungsrat des Kantons Luzern auf, weitere subsidiäre Massnahmen für die Kulturbranche zu ergreifen und sich auf Bundesebene für die Interessen der Kultur einzusetzen.

  • Der Regierungsrat wird gebeten, eine rasche Neubeurteilung der Massnahmen für die Kulturbranche vorzunehmen.
  • Der Regierungsrat wird gebeten, sich beim Bundesrat für die Verlängerung der Verordnung und der Massnahmenpakete infolge Covid-19 für die Kulturbranche einzusetzen.
  • Im Rahmen der Soforthilfe an Kulturunternehmen sollen à-fonds-perdu-Beiträge ermöglicht werden (wenn nötig subsidiäre Beiträge des Kantons Luzern), sofern damit voraussichtlich Arbeitsplätze, Strukturen und Netzwerke erhalten werden können.
  • Der Einnahmenersatz soll für Kunst- und Kulturschaffende auf die Einführung eines Mindestlohns ausgeweitet werden, damit langfristige Einkommenseinbussen verhindert werden können. Der Mindestlohn soll das Existenzminimum garantieren, um Lebensunterhalt und die wichtigsten laufenden Ausgaben zu decken. Der Regierungsrat wird gebeten, einen Lösungsvorschlag zu erarbeiten.
  • Der Regierungsrat wird gebeten, sich beim Bundesrat für die Herstellung der Rechtssicherheit für Festivals und Grossveranstaltungen einzusetzen.
  • Der Regierungsrat wird gebeten, sich beim Bundesrat dafür einzusetzen, dass kleine, mehrheitlich private Kunstgalerien als «Dienstleistungsbetriebe» anerkannt werden und ab dem 11. Mai 2020 geöffnet werden dürfen.

Urs Bugmann, Präsident IG Kultur Luzern

Gianluca Pardini, Geschäftsleiter IG Kultur Luzern

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