
Nur die Dauer einer Generation ist es, aber es liegen Welten dazwischen: Das Kulturleben der Region Luzern war 1988, als der Kulturkalender seinen Start als Veranstaltungsagenda nahm, noch ohne KKL, Schüür, Théâtre La Fourmi, Kunstpanorama – um nur wenige Beispiele zu nennen. 2008 feiert das Kulturmagazin als Nachfolger des Kulturkalenders sein 20 Jahr-Jubiläum und blickt in dieser Nummer einmal zurück, um dann ab Februar mit einer Artikelserie in die Zukunft zu schauen: In Listen versuchen wir der Kultur und Gesellschaft von 1988 und heute auf die Spur zu kommen. Was es damals gab, und was noch nicht – die Listen sind ohne Zweifel unvollständig und werden im Internet laufend aktualisiert, als eine Art Lexikon über die Veränderung unserer Kulturregion. Machen Sie mit und schicken Sie Ihre Stichworte an redaktion@kulturmagazin.ch.
- Top 15 - Kulturköpfe 2007
- Luzern 1988 in Listen (20 Jahre Kulturmagazin)
Weitere Artikel:
- Der Anfang der Alternativkultur - Artikel
- "Freiräume entstehen nicht am Bürotisch" - Interview
- Das Ende der Alternativkultur - Essay (Kulturmagazin, Juni 2007)
- Wohnen auf der Allmend - ein Widerspruch


Über die Schule, die Lehrer und die heutige Jugend reden alle. Und alle sagen, wie es sein müsste. Was schief läuft. Wie es früher war. Doch wer weiss eigentlich genau, wie es heute an den Schulen zu- und hergeht? Kulturmagazin-Redaktor Christoph Fellmann wagte das Experiment und ging nochmals für eine Woche an die Kanti Alpenquai in Luzern, wo er vor knapp 20 Jahren die Matura machte. Er bestand eine Geographie-Prüfung, erklärte lupenrein den Cash-Flow, kam ins Sinnieren über Kant und ehemalige Mitschüler und kam zum Schluss, dass sich nicht viel geändert hat in all den Jahren. Seine ebenso vergnügliche wie nachdenkliche Reportage lesen Sie in dieser Ausgabe. Anlass für die Reportage bot das 40-Jahr-Jubiläum der Kantonsschule Alpenquai – welche Festivitäten geplant sind und wie es um die Kultur an den Luzerner Mittelschulen steht, lesen Sie im Artikel von Jonas Wydler.
(Reportage Christoph Fellmann, PDF)- Kanti mit alles (Was Kantonsschulen zur Kultur anbieten, PDF)
Weitere Artikel:
- Big in Lucerne: Wie Luzern zur Pophochburg wird (Serie 20 Jahre Kulturmagazin, PDF)


Jugoslawien gibt es nicht mehr. Genauso wenig wie «die Jugos». Vielmehr leben Leute in der Schweiz, die aus Kroatien, Mazedonien, Bosnien, Serbien und Kosovo kommen. Grösstenteils blochen sie weder über Autobahnen, noch erschummeln sie Sozialhilfe, sondern prägen als verlässliche und engagierte Menschen die Schweiz mit. Nur: Darüber wird wenig berichtet, der mediale Fokus ist oft einseitig und undifferenziert.
Am Anfang dieses Magazins stand die Idee, einen Blick fernab von Klischees und Vorurteilen auf Kultur und Lebensweise von Menschen aus Ex-Jugoslawien zu werfen: Was machen sie hier? Wo liegen ihre Interessen bezüglich Kultur? Wie sind sie untereinander vernetzt und welche Rolle spielt die nationale Identität?
Entstanden ist der kleine Ausschnitt eines riesigen, bunten Bildes. Ein Bild, das längst nicht fertig betrachtet ist und noch unzählige andere Facetten und Strukturen hat. Hinschauen!
Der Luzerner Künstler Bosko Providzalo (Titelbild) erklärte sich bereit, Pirmin Bossart und Christine Weber (Texte) mit auf einen Stadtrundgang der anderen Art zu nehmen: Er führte uns zu seinen Freunden, vermittelte den Kontakt zu Kulturschaffenden und Künstlern, die ihre Wurzeln alle in Serbien haben. Dazu gehört auch der Fotograf Dragan Tasic, der dieses Kulturmagazin bebildert hat. Zahlreiche weitere Porträts und Interviews zum Thema sind übers ganze Magazin verteilt: So kommen unter anderen ein Restaurantbesitzer, eine Architektin, der Präsident der islamischen Organisationen und eine kroatische Jugendtanzgruppe zu Wort.
- Weitere Interviews zum Thema (PDF)
Weitere Artikel:
- Big in Lucerne: Luzern braucht eine Eglise Modulable (Serie 20 Jahre Kulturmagazin, PDF)
- "Himmels-W" am Luzerner Theater - Kritik von Christoph Fellmann


Wir stehen kurz vor einem dreiwöchigen, allabendlichen Hupkonzert in den Strassen von Luzern. Man kann sich darüber nerven, oder man kann sich, auch als Fussballskeptiker, einfach darüber wundern und freuen, wie halb Europa hier lebt, arbeitet und eben auch feiert. Diese Menschen stehen im Zentrum unserer etwas anderen Fussball-Nummer: 16 Menschen aus den 16 Teilnehmerländern – sie alle wohnen kürzer oder länger in unserer Region – erzählen, wie es sie nach Luzern verschlagen hat und was sie hier erleben. Und vor allem erzählen sie von ihrer Nationalmannschaft und was Fussball für sie bedeutet. So breit, wie Fussball inzwischen konsumiert wird, sind auch die Porträtierten: Von der Schweizer Nati-Spielerin über den Professor für Geschichte des Mittelalters, einen Architekten, eine Tänzerin bis hin zum FCL-Spieler oder einem Juniorfussballer. Für die einen ist Fussball alles, für die andern die Euro ein hysterischer Kindergeburtstag, den man sich trotzdem antut. Für die einen hält sich die Luzerner (und Schweizer) Fussballbegeisterung in Grenzen, die andern rechnen der Schweiz immerhin Chancen fürs Viertelfinale ein. Geht es nach den Porträtierten, so machen Italien und Deutschland den Europameister-Titel unter sich aus. Auch Tschechien, Kroatien, Spanien, Frankreich und Griechenland werden erwähnt – allerdings nur bei den eigenen Fans …
Artikel:
- Schweiz, Tschechien, Portugal, Türkei: 4 Porträts aus der Gruppe A
- Weisswürste-Test


Euro, Jodlerfest, Einbürgerungsinitiative: Der Juni ist der Monat der Emotionen, der Fahnen und Symbole, der Heimat, und damit auch der nationalen Zugehörigkeit und Abgrenzung.
Wir nehmen das Eidgenössische Jodlerfest in Luzern und die Euro 2008 zum Anlass, die erste Schweizer Jodelnati zu präsentieren. Es sind dies 11 Jodlerinnen und Jodler, welche die Schweizer Volksmusik in den vergangenen Jahrzehnten in ganz unterschiedlicher Art geprägt haben: Vom Traditionalisten Franz Stadelmann (Goalie) über Alois Achermann vom Jodlerklub Wiesenberg (Verteidigung), den legendären «Schacherseppli» Ruedi Rymann (Mittelfeld) bis zur experimentellen Sängerin Erika Stucky. Eine Geschichte der Schweizer Volksmusik, Pedro Lenz‘ Klage über die Jodeltexte und das Porträt des Fahnenschwingers Stefan Fischer ergänzen das Hauptthema dieser Nummer.
Artikel:
Die erste Schweizer Jodel-Nati (PDF)
Big in Lucerne: Luzern braucht mehr Partnerstädte (PDF)
Die Panik: Kritik zum Stück am Luzerner Theater


Das Sommerloch lässt sich problemlos mit belanglosen, seichten Buchstaben füllen. Wir machen mit der Titelgeschichte das Gegenteil und beleuchten eine Realität, über die mehr vermutet und nicht gerne darüber gesprochen wird: Kokainkonsum in Luzern. Christine Weber und Pirmin Bossart haben sich bei Barkeepern, Clubs und Kulturschaffenden umgehört und haben festgestellt, dass Kokain in so unterschiedlichen Milieus konsumiert wird, dass man kein einheitliches Bild davon zeichnen kann. Wie sich der Konsum auf Alltag und Leben auswirken kann, zeigt ein eindrückliches Porträt eines Musikers.
Für «mehr See» und eine Salle Modulable, die als schwimmendes Kulturhaus auf dem Vierwaldstättersee wirklich «modulable» ist, plädiert Kulturmagazin-Redaktor Christoph Fellmann in unserer Jubiläumsserie «Big in Lucerne».
Während Zeitungen mit dem Schreckgespenst «Sommerloch» kämpfen und trotzdem emsig Tag für Tag Seite um Seite füllen, hat ein Kulturblatt eher schon Hochkonjunktur: Es ist die Zeit der Festivals und Grossevents – dieses Jahr drinnen wie draussen mit besonders Lohnenswertem. Lesen Sie im Kulturmagazin!
Artikel:
Schnee bis in die Niederungen: Koks in Luzern (PDF)
Big in Lucerne: Mehr See (PDF)
Südpol light: Das Kulturzentrum in den Startlöchern (PDF)


Zehn Jahre nach der Eröffnung des KKL wird die Kulturstadt neu gebaut. Gleich zwei neue Kulturhäuser öffnen ihre Türen, und es gibt Pläne für mehr. Der Leitartikel von Christoph Fellman geht der Frage nach, was die Eröffnung des Theater-Pavillons, des Kulturzentrums Südpol (ab November 2008) und die Pläne für die Salle Modulable für die Kulturschaffenden bedeuten.
Ausserdem in dieser Nummer: Porträts und Interviews mit Marco Meier (DRS 2), Pirmin Meier (Innerschweizer Kulturpreisträger) und Lillian Fellmann (Leiterin Kunsthalle).
Artikel:
Aufmüpfig, anarchisch, aussen vor: Leitartikel zur Kulturraumoffensive (PDF)
Big in Lucerne: Mehr Schrebergärten (PDF)


Eine Popakademie an der Hochschule für Kunst, eine Eglise modulable, mehr Stadtgärten oder ein See in Emmen: In der Serie "Big in Lucerne" hat das Kulturmagazin in seinem 20. Jahr viele Vorschläge gemacht, wie die Region Luzern in Zukunft so lebenswert bleiben kann, wie sie schon heute ist. Es waren Vorschläge, wie Luzern in Nischen einzigartig sein könnte. Der Nischen widmen wir darum auch das Jubiläumsheft: Wir porträtieren Innerschweizer Firmen und Personen, die mit ungewöhnlichen Ideen – von Molchen für Gaspipelines, über Blachen und Buchzusammenfassungen bis hin zu Skipisten – weit über die Landesgrenzen hinaus erfolgreich wurden.
Artikel:
Aus der Region, für die Welt: Zentralschweizer Firmen und ihre Erfolge (PDF)
Hamlet im Luzerner Theater - Kritik


In Luzern waren die Hoffnungen gross, als man vor acht Jahren voller Optimismus Grünes Licht für die Universität gab: Luzern in einer Reihe mit Studentenstädten wie Zürich, Bern und Fribourg, Scharen von Studenten, die frischen Wind in die Stadt bringen, diese verjüngen und nicht zuletzt das Kulturgeschehen aufmischen. Jetzt in der Phase zwischen einer gewissen Etablierung der Uni und einem baldigen Neubeginn mit dem Zentrum hinter dem Bahnhof stellt das Kulturmagazin die Frage: Ist Luzern eine Studentenstadt geworden?
Man nimmt die Studierendenschar zwar immer deutlicher wahr und es häufen sich Veranstaltungen von und für Studierende, jedoch muss noch Einiges passieren bis zur richtigen Studentenstadt. Noch zu viele Studierende besuchen Luzern nur für die Uni-Veranstaltungen und bleiben bestenfalls noch für einen Kaffee, bevor sie wieder im Zug sitzen – um die Stadt nachhaltig zu prägen reicht das nicht. Für unsere Bestandesaufnahme haben wir bei Studierenden, Dozierenden und Beizern nachgefragt, augenzwinkernd "geprüft", was unsere Studenten wert sind uns in einer Studi-WG umgehört.
Artikel:
Hallo, wohnen hier Studenten? Artikelserie (PDF)
Neue Alben von Heidy Happy und Sophie Hunger (PDF)
Kritik "Leonce und Lena" am Luzerner Theater


Es war einmal die folgende Idee: Eine der jährlich elf Ausgaben des Kulturmagazins wird nicht durch die Redaktion gestaltet, sondern durch jemanden, über den oder die wir in diesem Magazin sonst schreiben: Es war die Künstlerin Susanne Hofer, die im Dezember 2002 das erste kuratierte Kulturmagazin herausgab. Ihr folgten Hilar Stadler (Zentralschweizer Landschaftsfotografie), Geri Dillier (Notizbuch zum Thema «Jetzt»), Beat Mazenauer (Neue Medien), die Westschweizer Journalistin Anna Hohler (Kultur in der Romandie) und das für die Fotografie zuständige Team des Medienausbildungszentrums MAZ (Reportagefotografie).
So sind im Verlauf der Jahre sieben aussergewöhnliche Hefte entstanden. Mit diesem Heft nun ist das Heft gar kein Heft mehr, sondern ein Plakat. Das Luzerner Künstlerduo Ohne Rolf – Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg – hat für das Kulturmagazin ein Plakat gestaltet, das endlich die Frage beantwortet, wohin das alles führt. Wir sind stolz darauf, unseren Leserinnen und Lesern dieses Plakat im Rahmen des Dezemberhefts übergeben zu können und danken Anderhub und Wolfisberg herzlich für ihre tolle Arbeit.
Auch nicht ohne Stolz bieten wir Ihnen ab 25. Dezember einen neuen Service: Kulturteil, der Blog des Kulturmagazins. Wo dieser hinführt, ist indes auch noch nicht ganz klar.
Artikel:
Wo führt das hin? Ohne Rolf über ihr Projekt (PDF)
Kulturteil.ch - der Blog des Kulturmagazins (PDF)
Ebisquare - ein ganz normales Einkaufszentrum? (PDF)
Theaterkritiken:
Leonce und Lena (Luzerner Theater)
Stichtag (Luzerner Theater/Südpol)











