dasKulturmagazin - Luzern
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No. 01 - Januar 2006

Thomas Bornhauser. Der Chefredaktor.

Das Wehklagen, als Ende November die «Zuger Presse» just von der Konkurrentin LZ Medien Holding geschluckt und zur Wochenzeitung degradiert wurde, war deutlich kleiner als früher. An Zeitungsfusionen und ans Blättersterben gewöhnt man sich. Man liest in Luzern, in der Zentralschweiz, was täglich auf den Tisch kommt. Und blickt so schlicht in eine Realität des Marktes: Die LZ Medien Holding ist – wunschlos glücklich? – Marktleaderin und verfügt mit ihren Beteiligungen an verschiedenen Medien und Druckereien über eine so beeindruckende wie beunruhigende Machtfülle.

Zehn Jahre «Neuen Luzerner Zeitung», am 3. Januar 2006 ist es soweit, sind auch zehn Jahre Lamento – nicht nur in Kulturkreisen - über die Qualität dieser Zeitung. Uns interessiert zum Jubiläum aber etwas anderes: Wer ist Thomas Bornhauser? Wie arbeitet einer der dienstältesten Chefredaktoren in der Schweizer Presselandschaft? Mit welchen publizistischen Ideen führt er seine Zeitung in Zeiten von Gratisblättern? Der Luzerner Journalist Hanns Fuchs nähert sich in einem Porträt und Interview an eine mächtigen und in der Öffentlichkeit trotzdem wenig bekannten Luzerner an.

Artikel:
Porträt
Interview
Zahlen und Fakten

No. 02 - Februar 2006

Ein Bund fürs Leben - die Stromgitarre im Porträt

«Steck deine elektrische Kabel / Genau in mein Herz / Yeah, yeah, yeah» (Bravo, «Blue Eyed Demon»). Es scheint, die Rockmusik hat die Bitte erhört: Das Heulen der Stromgitarre ist zurück, und Luzern mischt als postulierte «Rockhochburg» mit. Die vorliegende Nummer ist deshalb der Stromgitarre und ihren Anhängern gewidmet: Der Luzerner Fotograf Matthias Jurt hat elf Gitarristinnen und Gitarristen in ihren Proberäumen besucht und sie zu ihren Instrumenten und musikalischen Vorlieben befragt. Christoph Fellmann zeichnet die Geschichte der Stromgitarre nach - von den Ursprüngen bei Chuck Berrys «Johnny B. Goode» bis zum postulierten Comeback des Gitarrensolos im Jahr 2006. Und in einem Blind Test beurteilen die MusikjournalistInnen Christian Gasser und Cheyenne Mackay CDs von Luzerner Rockbands aus dem Jahr 2005.

Die Ausgabe erscheint gleichzeitig mit der Ausstellung «Ausser Rand und Band» im Historischen Museum Luzern, welche die Anfänge des Rock ’n’ Roll in Luzern thematisiert.

Artikel:
Späte Initiative: Komitee will Boa retten
Wie gut ist die Luzerner Rockmusik - ein Blind Test
"Vitus": Interview mit Fredi M. Murer zu seinem neuen Film

No. 03 - März 2006

Die Belohnung - was Kulturschaffende verdienen

Psst, kommen Sie ein wenig näher, wir sagen es Ihnen ganz leise und nur im Vertrauen: Die Schweiz und ihr Geld, die Schweiz und ihre Banken, die Schweiz und ihre Löhne – ach, Stoff für unzählige Theaterstücke oder Kabarettprogramme! Doch die potentiellen Akteure vor und hinter den Bühnen agieren nicht anders als die meisten Schweizer, wenn es um ihren Lohn geht: diskret. Fragt man zum Beispiel nach, wie viel der Theaterdirektor Dominique Mentha, LSO-Chefdirigent John Axelrod, KKL-Chefin Elisabeth Dalucas und andere LeiterInnen von grossen Kulturinstitutionen verdienen, wird man erst einmal abgeblockt, der Stiftungsrat wird kontaktiert, und schliesslich bekommt man Zahlen. Allerdings nur die Löhne von Schauspielern oder Musikerinnen, nicht aber diejenigen der Direktion. Verdienen Kulturschaffende gut? Ist die Lohnschere ähnlich wie in der Wirtschaft. Hauptthema dieses Kulturmagazins sind die Kulturlöhne und Kultur als Standortfaktor. Die Artikel erschienen gleichzeitig und in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftszeitung «CASH».

Die Literaturszene ist in Bewegung wie schon lange nicht mehr: In der Stadtmühle Willisau finden Mitte März 2006 die ersten Zentralschweizer Literaturtage statt, und der Verleger Martin Wallimann lanciert in Luzern eine Buchmesse für kleine, feine Verlage. Grund genug für das Kulturmagazin, sich innerhalb der Serie «Die Verleger» in der Zentralschweizer Verlagslandschaft umzusehen.

Weitere Artikel: Der Gletschergarten kurz vor dem Umbau - und mit Plänen für einen gewaltigen Ice-Cube. Die Stadt bleibt hart - die Boa, der das Geld Mitte 2006 ohnehin ausgeht, muss schliessen.

Artikel:
Übersicht zur Verlagsszene Zentralschweiz
Was verdienen Luzerner Schauspieler? Interview mit Gewerkschafter

No. 04 - April 2006

Guet Nacht am sächsi? 100 Fragen an die Tribschenstadt.

Für die einen ist es die perfekte Oase "urbanen Lebens", für die anderen eine Schlaf- und Bürostadt, die Kulturraum und Nischen verdrängt - klar ist jedoch: Die bald abgeschlossene Siedlung Tribschenstadt hat Luzern verändert. Das Kulturmagazin wollte wissen, wie es sich im Tribschen-Quartier lebt, und befragte Alteingesessene und neu Zugezogene, Historikerinnen und Kulturschaffende, Prostituierte, den Quartierpolizisten, Hausbesitzer, Gewerbetreibende u.a. Ein Porträt des veränderten Quartiers in 100 Fragen und vier Hauswarten.

Artikel:

Die ersten 20 Fragen zum Tribschenquartier

No. 05 - Mai 2006

God Save the Sunneschyn - Punk und Folklore in Unterwalden

1981 bis 1984 spielte die Zürcher Szene in der Wolfenschiesser "Eintracht" Punk und New Wave - eine Ausstellung im Museum Bellpark dokumentiert diese "Bewegung". 2006 treffen sich die Jodler und Örgeler in Giswil zum ersten Volkskulturfest "Obwald". Beide Male gehört Martin Hess, Manager von Stephan Eicher, zu den Organisatoren. Grund genug für eine Reise durch Zeiten und Ideen.

Weiter in dieser Ausgabe:
- Emotional involviert im Messershop - wie die Shopping-Centren in Zukunft aussehen und wieso der Pilatusmarkt schon bei der Neueröffnung alt aussieht.
- Ladies im Jazz: Jazz ist cool und progressiv. Und von Männern dominiert. Interview mit der Studentin Martina Berther, eine der wenigen Instrumentalistinnen an der Musikhochschule Luzern.
- Kulturvermittlung der besonderen Art: Das RomeroHaus wird 20 und wird als Bildungsinstitut, das zwischen Welten vemittelt, gebraucht wier nie zuvor.

Artikel:
God Save the Sunneschyn: Vom Pogo zum Jodel

No. 06 - Juni 2006

Und viele Grüsse aus der Schweiz: Kultur und Migration

Zu viel wird über ihre Köpfe hinweg geschrieben, und viel zu oft bleiben sie schlicht ein Schlagwort: die Migrantin, der Migrant. Mit dem vorliegenden Magazin zum Thema «Kultur und Migration» wählen wir die umgekehrte Perspektive: In die Schweiz migrierte Kulturschaffende kommen selebr zu Wort. Kernstück ist die achtseitige Reisereportage von Perikles Monioudis (Text) und Genny Russo (Fotos), die sechs Kulturschaffende im Land porträtieren. Sie erzählen von ihren Erfahrungen und zeigen auf den Postkarten in der Heftmitte ihre Bilder der Schweiz.

Die vorliegende Sondernummer, die grösste in der Geschichte des Kulturmagazins, ist in Zusammenarbeit mit unseren Partnermagazinen «Saiten» (St. Gallen) und «ProgrammZeitung» (Basel) entstanden und ist Teil des Programms «swixx – Kulturelle Welten der Schweiz» der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

Dossier der französischen Texte
No. 07 - Juli 2006

Scharf, mit alles: Wo es in Luzern den besten Kebab gibt

«Döner (Kurzform von Dönerkebab, aus dem türkischen döner kebap, sich drehendes Grillfleisch.» So hält es das Online-Lexikon Wikipedia fest. Wurde für den Kebab ursprünglich nur Hammel- und Lammfleisch verwendet, seien heute – zumindest ausserhalb der Türkei – auch Kalb-, Rind- oder Geflügelfleisch üblich. Kebab wurde offenbar schon im 18. Jahrhundert in Reiseberichten aus der Türkei erwähnt. Der Kebab, wie er seit etwa 1960 in Istanbul auf der Strasse verkauft wird, wird mit Tomatensauce, Pommes Frites, Essiggurken und grüner Peperoni gegessen. In Mitteleuropa verbreitete er sich in den letzten 15 Jahren in einer dem hiesigen Geschmack angepassten Variante.
Darüber, wo es in Luzern den besten Kebab gibt, wird immer wieder heiss diskutiert. Als wir unseren grossen Kebabtest lancierten, galten das Erdem Kebab House beim Kino Capitol, aber auch das Kebabhaus Sissin beim Emmer Bahnhof als Favoriten. Tatsächlich schnitten diese Stände sehr gut ab. Den besten Kebab freilich gibt es in Littau: Das Kebab & Pizza House an der Renggstrasse siegte – knapp vor allen Favoriten.

Weiter in der Juli-/August-Ausgabe: Literaturpause mit Elisabeth Wandeler-Deck, Bruno Steiger, Kristin T. Schnider und Anton Bruhin; KKL Uffikon: Kunstanbau mit reicher Ernte; Das Luzerner Marinemuseum, Der Sound der Schweiz: Besuch bei K-tel in Rotkreuz



Artikel:
Rolf Dobelli: Der Wochenend-Schreiber
No. 09 - September 2006

Rock'n'Roll Is Here to Stay

Diese Ausgabe widmet sich der jungen Luzerner Rockszene. Junge Bands zuhauf, sie üben in Kellern, feilen an Songs, machen Lärm, fiebern nach Auftritten, haben Ambitionen oder einfach zum Spass. Pirmin Bossart (Text) und Peter Lauth (Fotos) haben sich in der «Rock City» umgesehen. 

Weiter in der September-Ausgabe: Ausschreibung der Leserreise nach Frankfurt; Auf der Flucht: Bourbaki, Ungarn, Asylgesetz; Menschen und Atolle: Gisela Widmer im Porträt; Interview mit dem neuen Kulturchef der Gemeinde Emmen

Artikel

Boa: Der letzte Herbst: Oder doch noch nicht?

No. 10 - Oktober 2006

Grüss Gott! Die neue Religiosität

Kirche und Religion waren schon totgeschrieben. Doch ergab jüngst eine Umfrage, dass 90 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer beten. Gibt es also ein «Comeback des Religiösen», wie nicht nur aus Kirchenkreisen zu hören ist? Oder stand das Religiöse bloss nicht mehr in der Agenda der Meinungsmacher und war in Wahrheit gar nie weg? Dieses Kulturmagazin begibt sich auf eine grosse Spurensuche in die Innerschweizer Religionslandschaft.

 

 


Artikel
Die neue Religiosität - eine Reisereportage durch die Innerschweiz

No. 11 - November 2006

Der Selbermacher - Luke Gasser. Ein Porträt

Luke Gasser ist Bildhauer, Musiker und Filmemacher. Mit "Anuk" zeigt er im November 2006 seinen dritten Spielfilm, in dem er seine dritte Hauptrolle spielt. Christoph Fellman spürt dem Phänomen Gasser in einem 4-seitigen Porträt nach und zeigt Luke Gasser als einen Charakterkopf zwischen Selbstdarstellung und originärer Obwaldner Kunst.

Weitere Themen dieser Nummer:
- Marktlücke Entertainment: Die Eröffnug des Le Théâtre in Kriens
- Ein Mann, ein Museum: Das Kunstmuseum ehrt den Fotografen Allan Porter

Artikel
Der Selbermacher: Luke Gasser - ein Porträt
D Outobahnen im Gring: Kolumne von Pedro Lenz

No. 12 - Dezember 2006

Kultur AOC, Westschweiz

Das Kulturmagazin vom Dezember ist eine Einladung zu einer Entdeckungsreise in die Westschweizer Kultur -mit Texten über Antoine Cahen, den Erfinder der Nespresso-Maschinen, das Lausanner Fussballstadion Pontaise und zahlreichen Porträts von Autorinnen, Ethnografen, Tänzern und Kulturhäusern. Die seit längerem in Lausanne wohnende Luzerner Journalistin Anna Hohler präsentiert zusammen mit Francesco Della Casa, Eugène Meiltz und Arnaud Robert ihre persönlichen Highlights der Westschweizer Kultur. Entstanden ist eine wahre "Schatzkiste" an Orten und Ideen, die uns nicht nur einmal mehr bewusst machen, wie wenig wir von dieser Kulturszene mitbekommen, sondern auch zu anregenden Vergleichen zur Zentralschweiz ermuntert.

Artikel:
AOC, Westschweiz - Dossier mit den französischen Texten
Bis zum bitteren Ende: Ciao Boa



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